Fachfragen Psychotherapie: Stress und Stressabbau
Stress und Stressabbau




Was ist "Stress" und was bewirkt er?
Kann Stress bzw. psychische Belastung krank machen?
Was kann man bei Stress und psychischer Belastung tun?
Mein Vorgehen
1. Psychotherapie
2. Gesundheit und Bewegung
3. Medikation (bei Bedarf und Indikation)
Links zum Thema Stress und Therapie

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Was ist "Stress" und was bewirkt er?
Stress kann als Reaktion des Organismus auf mentale (z.B. Kopfrechnen, "Hirnen"), emotionale (z.B. Ärger oder Angst) und/oder körperliche (z.B. "Hetzen", Joggen, etc.) Belastung bezeichnet werden.
Ob eine solche Belastung einer Person auch als Stress erlebt wird, hängt im wesentlichen von ihrer subjektiven Einschätzung der Gefährlichkeit der Situation und der vorhandenen Bewältigungsfertigkeiten ab.
Die Stressreaktion stellt eine biologisch durchaus sinnvolle Anpassungsleistung des Organismus dar, die es ihm überhaupt erst ermöglicht, anfallende Belastungen erfolgreich zu bewältigen. Sie setzt sich aus psychischen und körperlichen Anteilen zusammen.
Unter Stress nehmen Wachheit und Aufmerksamkeit zu, es kann sich aber auch ein Gefühl der Anspannung, der Angst oder des Ärgers einstellen.
Körperlich kommt es u.a. zu einem Anstieg der Herzfrequenz (das Herz schlägt schneller und kräftiger) und des Blutdrucks, die Atmung beschleunigt sich, es kommt zu einer Umverteilung des Blutes mit dem Ziel, eine maximale Blutversorgung der Muskulatur zu gewährleisten (das Blut wird aus den Hautgefäßen heraus in die Muskeln gepumpt). Außerdem kommt es zu einer Anspannung der Muskulatur. Zusammengenommen erhöhen die beschriebenen psychischen und körperlichen Veränderungen die Aktions- und Leistungsbereitschaft des Organismus.
Im Extremfall dient diese Reaktion der Vorbereitung auf den Kampf mit oder Flucht vor einem potentiellen Angreifer. Dabei hat sich gezeigt, dass ein mittleres Erregungsniveau mit der höchsten Leistungsfähigkeit verbunden ist. Wird die Erregung zu hoch (bei starkem Stress) oder aber zu niedrig (z.B. während einer depressiven Phase), sinken Leistungsfähigkeit und Konzentrationsvermögen.
Nun wird auch einsichtig, warum eine Registrierung der beschriebenen körperlichen Veränderungen eine Auskunft über den "Stresspegel" einer Person gibt.

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Kann Stress bzw. psychische Belastung krank machen?
Im Prinzip stellt die Stressreaktion eine biologisch sinnvolle Antwort des Organismus auf verschiedene Umweltanforderungen dar. Wird sie jedoch zu häufig und/oder zu intensiv ausgelöst, ohne dass sich die damit verbundene seelisch/körperliche Erregung wieder abbaut, so kann dies auf Dauer Erkrankungen unterschiedlicher Art hervorrufen oder deren Ausbruch begünstigen. Hierbei hängt es u.a. auch von personenspezifischen Faktoren ab (natürlich ev. auch von weiteren Faktoren in den 5 Säulen der Identität), welche Krankheit durch die Belastung hervorgerufen wird.
Manche Menschen reagieren auf starken Stress mit Kopf- oder Rückenschmerzen, andere mit Schlafstörungen und wieder andere mit Bluthochdruck usw.

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Was kann man bei Stress und psychischer Belastung tun?
Der biologische Gegenspieler der Stressreaktion (Sympathikus) ist die Entspannungsreaktion (Parasympathikus).
Wird diese ausgelöst, so kommt es u.a. zu einer Verlangsamung der Herzfrequenz und der Atmung, einem Absinken des Blutdrucks, einer Entspannung der Muskulatur und einer Erwärmung der Haut, die durch eine verbesserte Durchblutung der Hautgefäße bedingt wird.
Typischerweise befinden wir uns vor dem Einschlafen oder auch während der Durchführung einer Entspannungsübung wie der Progressiven Muskelrelaxation in einem solchen Entspannungszustand.
Grundsätzlich kann sich jeder Mensch entspannen. Allerdings unterscheiden sich Personen (natürlich auch abhängig von weiteren Faktoren in den 5 Säulen der Identität) erheblich darin, wie leicht es ihnen gelingt, die Entspannungsreaktion bei sich auszulösen. Manchen Menschen gelingt es relativ leicht, sich zu entspannen, anderen wiederum fällt es sehr schwer.

Ein wesentliches Ziel der verschiedenen Therapien des Stress und Entspannungsverfahren besteht deshalb darin, die Auslösung der Entspannungsreaktion zu erleichtern, so dass diese auch unter erschwerten Bedingungen (also nach oder sogar während einer Belastungssituation) zuverlässig hervorgerufen werden kann.

Anmerkung: In einem rein medizinisch-psycho-somatischen Modell werden vor allem Interventionen in der Säule "Leiblichkeit" (siehe: Säulen der Identität) gmeacht (Entspannungstraining, Biofeedback, Medikation, psychotherapeutische und allenfalls traumatherapeutische Interventionen).
In einem integrativen Modell - und dies scheint mir sehr wichtig - werden auch Interventionen in den anderen Säulen der Identität gemacht.
Denn der Mensch lebt und stehtnicht nur von / in seiner "Leiblichkeit", sondern immer auch in verschiedenen Kontexten wie "soziales Netzwerk", "Arbeit und Leistung", "materielle Sicherheit" und "Werte" (siehe: Säulen der Identität).
Um ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit und nicht nur kurzfristige Veränderung zu erreichen, ist deshalb ein integratives Modell vorzuziehen, und sind Interventionen in verschiedenen Säulen angezeigt.
So zeigt sich z.B. heute klar, dass - nebst den Interventionen in der "Säule Leiblichkeit", also medizinisch-psycho-somatische Interventionen - weitere Interventionen in den anderen 4 Säulen wie z.B. den Einbezug der Partnerin / des Partners sehr nützlich ist, und eher zu ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit einer Therapie führt.

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Mein Vorgehen

1. Psychotherapie
(verschiedene Interventionsebenen je nach Bedarf: kognitive Interventionen / systemische Intervent, etc.)
Erstgespräch, Standortbestimmung und festlegen des Therapiebedarfs.
Biofeedback
Biodynamische Therapie und Massage
Biorelease
Paartherapie
Sexualtherapie
Stressbewältigungstraining

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2. Gesundheit und Bewegung

 

3. Medikation (bei Bedarf und Indikation)

 

Links zum Thema Stress und Therapie:

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In den späten 60er und den 70er-Jahren galt in breiten jüngeren Kreisen Ich-Struktur oder Ich-Aufbauende Ansätze der Psychotherapie als "des Teufels" oder immerhin als "Machwerk und Manipulationsinstrument der Bougoise", welche die Menschen primär unterdrücken und durch Aufbau und Stützung des ICH den Menschen das "freie Kind" abgewöhnen, "angepasste, folgsame, nicht mehr fühlende Soldaten" machen wolle. Und somit natürlich als schlecht... (Was aus der damaligen politischen und kulturellen Situation durchaus nachfollziehbar ist).

In jener Zeit entstanden verschiedene, eben eher "strukturauflösende Ansätze", wie z.B. die Primärtherapie von Janov, LSD-Therapie nach ???. Auch in verschiedenen weiteren Ansätzen der Psychotherapie (frühe Gestalttherapie, diverse körpertherapeutische Ansätze) gab es die Gefahr der Unterschätzung oder gar Geringschätzung des ICH-Aufbaus und der ICH-Struktur.
Gefragt war damals "die Befreiung des freien, inneren Kindes", und "ICH" oder gar "ÜBER-ICH" waren ja "Gegner und Unterdrücker des "ES", und hielten das freie Kind in Schacht...

Etwas platt ausgedrückt: Würden wir uns nur endlich an die "Befreiung des inneren Kindes" machen (was ja auch Kampf gegen ICH und ÜBER-ICH bedeutete, die dieses Kind ja klein hielten...), würde alles gut werden. Der Mensch müsste wieder zur "Amöbe" werden, und wenn der letzte Urschrei draussen ist, bleibt schlussendlich ein lebensfähiges, entspanntes, glückliches inneres Kinde, ein glücklicher Mensch, und alles wird gut...

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