Fachfragen Psychotherapie: Soziale Phobie
Was ist eine soziale Phobie?
Therapie der sozialen Phobie
Experten differenzieren vier Formen sozialer Ängste
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Was ist eine soziale Phobie?
Die soziale Phobie ist die dauerhafte Angst vor sozialen Begegnungen mit anderen Menschen und vor allem vor dem Bewertetwerden durch andere.
Menschen mit sozialer Phobie meiden so gesellschaftliche Zusammenkünfte, da sie fürchten, Erwartungen anderer nicht zu erfüllen und auf Ablehnung stoßen zu können. Sie fürchten, dass ihnen ihre Nervosität oder Angst angesehen werden könnte, was ihre Angst oftmals noch weiter verstärkt.

Begleitet wird die Angst oft durch körperliche Symptome wie Schwankschwindel, Zittern, Herzrasen, Schwitzen, Atemnot, Angespanntheit, Mundtrockenheit, Kälte- oder Wärmeschauer, Erröten (Erythrophobie), Tunnelblick, usw.

Um all das zu vermeiden, gehen Menschen mit sozialen Ängsten Situationen, in denen sie der Bewertung bzw. Beobachtung durch andere ausgesetzt sind, oft von vornherein aus dem Weg, was ein berufliches und privates Weiterkommen sehr erschweren und mitunter zu vollkommener Isolation führen kann. Da diese Störung über einen langen Zeitraum anhält, geraten viele noch in eine zusätzliche Depression und/oder werden abhängig von Alkohol, Beruhigungsmitteln oder Tabletten.

Experten differenzieren vier Formen sozialer Ängste:

- Leistungsangst
- Kontaktangst
- Behauptungsangst
- Beobachtungsangst

Es wird geschätzt, dass zwischen 2 und 8 % der Bevölkerung unter sozialen Ängsten leidet. Exakte Angaben sind jedoch schwer zu treffen, da sich soziale Phobien in ihrer Ausprägung sehr stark unterscheiden können. Insbesondere der Übergang von Schüchternheit zur sozialen Phobie ist schwer zu bestimmen. Soziale Angst darf zudem nicht mit sozialen Defiziten verwechselt werden, obwohl die soziale Phobie aus sozialen Defiziten entstehen kann (oder auch erst zu diesen führen kann). Soziale Ängste oder Phobien kann stabile wie instabile, gut wie schlecht aussehende, extro- wie introvertierte Menschen treffen. Männer und Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen.

Wie die meisten anderen Ängste entstehen auch die sozialen Ängste nicht durch ein bestimmtes Ereignis als solches, sondern durch bestimmte negative Phantasien und negative Bewertungen, die Betroffene sich zu diesem Ereignis machen. Im Brennpunkt der sozialen Phobien stehen Fragen wie, ob man beliebt oder unbeliebt ist, ob man akzeptiert oder abgelehnt wird, ob man bewundert oder ausgelacht wird. Wegen des unangenehmen Gefühls, das durch negative Selbstbewertungen entsteht, fürchten sich die Betroffenen davor, dumm, unfähig und schwach zu wirken. Die Furcht bezieht sich auf möglicherweise unangenehme Reaktionen anderer Menschen sich selbst gegenüber.

Einer neueren Studie zufolge spielen genetische Faktoren eine weitaus größere Rolle als die Erziehung. Demzufolge seien betroffene Kinder schon besonders sensibel und nehmen das Verhalten anderer als verletzender wahr als dies nicht betroffene Kinder tun. Diese Sensibilität sei auf eine vererbte tiefere Serotoninproduktion des Gehirns zurückzuführen.

Die Soziale Phobie zeigt sich nicht bei allen Betroffenen gleich und ist oftmals individuell. Folgende Situationen können aber typische Auslöser sein, welche Patienten gerne vermeiden:

- Essen und Trinken vor Menschen
- Schreiben vor anderen Leuten
- Bewegungen unter Beobachtung Anderer durchführen.
- Vorträge oder Präsentationen halten
- Partys, Familienfesten besuchen
- Neue Kontakte knüpfen (besonders zum anderen Geschlecht)
- Unterhaltungen mit Autoritätspersonen. (z.B. Lehrer oder Chef)
- Sozialen Kontakte mit Kollegen oder auch Nahestehenden
- Furcht vor öffentlichem Sprechen
- Usw.

In einer Psychotherapie können Betroffene lernen, ihre negativen Bewertungen zu überprüfen und durch angemessene Bewertungen zu ersetzen. Gleichzeitig lernen sie, sich anzunehmen, ein Risiko einzugehen und mögliche Fehler und Ablehnung zu ertragen.
Sie lernen, ihren Perfektionsanspruch aufzugeben, sich zu akzeptieren und sich unabhängiger von der Meinung anderer zu machen. Unterstützend zu einer Therapie gelten körperliche Aktivität sowie Entspannungsübungen als angstlindernd.

Wichtig für Betroffene ist die dauernde Exposition mit den Ängsten und die Umpolung der negativen Gedanken. Durch tägliches Üben und den Aufenthalt unter Menschen, nimmt die Angst mit der Zeit ab. Aus Schonverhalten und Unwissenheit über ihre Probleme ziehen sich jedoch viele Betroffene aus dem sozialen Leben zurück, was die Ängste leider nur noch verstärkt.

Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz inzwischen eine Reihe von Selbsthilfegruppen, die sich des Problems der sozialen Phobie angenommen haben.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Soziale_Phobie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Der Artikel wurde von einem Mitglied überarbeitet.

Therapie der sozialen Phobie
Die Therapie der sozialen Phobie kann sowohl im Einzel-, im Gruppensetting wie auch im Mischsetting angegangen werden.

Die Praxis zeigt, dass ein integrativer Ansatz, welcher auf verschiedenen Ebenen interveniert, am nützlichsten ist.
Das heisst konkret:

Ideal ist eine humanistische Grundlage mit integrativem Ansatz, mit verschiedenen Interventionstechniken sowohl aus der integrativen Therapie, der Gestalt-Therapie, dem Psychodrama, Tranceinduktionen aus der Hypnotherapie, verhaltenstherapeutische Interventionen, kognitive Interventionen, Entspannungstraining, Imaginationstechniken, Selbstwahrnehmungsinterventionen und ein seriöses psychodynamisches Grundverständnis.

Behauptungen wie "die kognitive Verhaltenstherapie ist die wirksamste Therapieform gegen Ängste", "Expositionstherapie hilft, die negativen Eindrücke mit neuen, positiven zu 'überschreiben' und dies ist mit einer Gewöhnung an den Angstauslöser möglich" oder "Rethorikkurse helfen bei der Bewältigung, weil sie dann trainiert sind im Kontakt, und keine Angst mehr haben müssen" sind gelinde gesagt "Hafenkäse und reine Werbebehauptungen.
Oft lernt und trainiert der Sozialphobiker dort in Übungsprogrammen" und "Trainings" "Umdenken", "neues Denken", "neues Verhalten" und "das perfekte und fehlerfreie Sprechen", was aber nur ein weiterer Schritt in Richtung des "perfekten Menschen" oder des "trainierten Zombies" ist, und somit ein Schritt in die falsche Richtung ist, da die Phobie damit nicht behandelt wird. So nützlich kognitive und verhaltens-interventionen sind: Kognitive Interventionen, Verhaltenstherapie und Training "überschreiben" im lymbischen System gespeicherte erfahrungen nicht wirklich (siehe...). Sie heben die „Entkoppelung“ des kognitiven und des emotionalen Gehirns nicht auf, und die "Spur der Angst" bleibt im emotionalen Gehirn weiterhin vorhanden. Sobald die Kontrolle des Neokortex nachlässt, gewinnt die Angst und somit die aus ihr erwachsenden Reaktionen wieder die Oberhand...

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Bücher zum Thema
Wenn Schüchternheit zur Krankheit wird... Über Formen, Entstehung und Behandlung von Sozialphobien

 

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