Burnout-Syndrom
INHALT:



Burnout-Syndrom  
Kurzbeschreibung  
   

charakteristische Merkmale der Symptomatik

Warnsymptome der Anfangsphase
  reduziertes Engagement
  Schuldzuweisungen (als emotionale Reaktion)
  Abbau
  Verflachung
  Psychosomatische Reaktionen
  Verzweiflung
  Zusammenfassung Symptomatik
   
Messung  
Phasen des Burnout-Syndroms verschiedene Autoren
  Zusammenfassung zu den Phasen
   
Ursachen Persönliche, individuelle Ursachen
  Soziale und organisationspsychologische Ursachen
  Gesellschaftliche Ursachen
   
Behandlung / Therapie  
   
Präventive Maßnahmen individuelle Vorbeugungsmassnahmen
  Vorbeugungs- und Entlastungsmöglichkeiten im Team
  Vorbeugungsangebote der Institution
   
Mein Praxisangebot zum Thema Burnout Gesamtes Praxisangebot

Mein Angebot Stressmanagement
  Therapieberatung / Psychotherapie / Biofeedback /
   
Links  
Literatur  
   

 

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Burnout-Syndrom
Ausgebranntsein oder englisch Burnout-Syndrom (engl. to burn out: „ausbrennen“) bezeichnet einen besonderen Fall berufsbezogener, chronischer Erschöpfung und wurde 1974 erstmalig von Herbert Freudenberger und Christina Maslach eingeführt.

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Kurzbeschreibung
Durch ständige Frustration, das Nichterreichen eines Zieles, zu hohe persönliche Erwartungen an seine eigenen Leistungen und chronisches "am Limit" gehen, kann es zu einem Burnout-Syndrom kommen.
Dabei sind die Symptome vielfältig und können individuell unterschiedlich in Bezug auf Auftreten und Ausmaß sein.
Die Symptome können Depressionen sein, aber auch physiologische Beschwerden, wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe oder körperliche Dysfunktionen beinhalten. Typische Symptome sind auch Schuldgefühle, zum Beispiel sich in seinem Beruf nicht genügend einzubringen.
Der "Ausgebrannte" erlebt seine Umwelt im allgemeinen als nicht mehr kontrollierbar und zieht sich in der Regel völlig in sich zurück. Hilfe von außen (durch Verwandte oder Freunde) wird kaum noch oder gar nicht mehr angenommen. Der Kranke muss durch professionelle Hilfe von Ärzten unterstützt werden, häufig in einer Psychotherapie.

Burn-out wird in der im deutschen Gesundheitswesen verbindlichen 10. Auflage der „Internationalen Klassifikation der Erkrankungen“, kurz ICD-10 genannt, als „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ mit dem Diagnoseschlüssel Z73.0 erfasst.

Das Burnout-Syndrom tritt insbesondere in "helfenden", aber auch in vielen anderen Berufen, durch hohe Arbeitsbelastung und allenfalls mangelhafte Abgrenzung auf (Pflegeberufe, LehrerInnen, Sozialarbeiter, Erzieher).
Dies führt häufig zur Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung. Außerdem ist das Burnout-Syndrom zunehmend in Berufen mit hohem Leistungsdruck zu finden (z. B. Manager) oder bei Menschen, die extreme Anforderungen an sich selbst stellen (insb. Sportler).

In letzter Zeit geriet das Burnout-Syndrom zunehmend ins Blickfeld der Medien, nachdem einige Fälle unter bekannten Politikern und Sportlern bekannt wurden.
Der Profifußballer Jan Šimák und der Skispringer Sven Hannawald haben wegen des Burnout-Syndroms ihre Karrieren beendet.
Jedoch ist auch der Rapper Eminem vom Burnout-Syndrom betroffen, er sagte deshalb jüngst seine Tournee ab.

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Die Burnout-Symptomatik - Charakteristische Merkmale
Bei Burnout treten zahlreiche Symptome auf. Die hier genannten müssen nicht alle, und nicht in der Reihenfolge auftreten.

Warnsymptome der Anfangsphase:
Zunächst gibt es die Theorie, die besagt: „Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben“.

Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind beispielsweise:

Dass auch akute Überbelastung z.B. in Grenzlagen zu Burnout führen kann, ist noch genauer zu erforschen.

Reduziertes Engagement
Die völlige Hinwendung zu einem Bereich, z.B. zum Klienten in der Arbeit, kann nach einiger Zeit genau das Gegenteil hervorrufen, nämlich den Rückzug. Folgende auffallende Merkmale sind zu beobachten:

Schuldzuweisungen als emotionale Reaktion
Die mit Burnout verbundenen Probleme führen besonders zur Desillusionierung und fordern oft das Aufgeben von wichtigen Lebenszielen. Dies ist sehr schmerzlich und muss verarbeitet werden. Um die Aufarbeitung zu vermeiden, kommt es häufig zu Schuldzuweisungen. Diese kann sich dann entweder in Form einer Depression gegen sich selbst oder in Form von Aggressionen gegen andere wenden.

Bei Depressionen und Aggressionen ist das Burnout meist noch in einem Stadium, in welchem man die Probleme, wenn man sie ernst nimmt, noch erfolgreich lösen kann.

Abbau
Geht die Burnoutproblematik / -symptomatik über längere Zeit, steigert sich das reduzierte Engagement verstärkt zum Abbau, der zunächst in der Arbeit sichtbar wird.

Folgende Symptome fallen hier dann besonders auf:

Verflachung
Zudem kommt es nicht nur zum Abbau in der Arbeit, sondern auch generell zur Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens.

Folgende Symptome treten häufig auf:

Psychosomatische Reaktionen
Es kommt zu einer Schwächung des Immunsystems und so häufiger zu Infektionskrankheiten.
Weitere psychosomatische Erkrankungen sind oft Verspannungen, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und Essstörungen sowie bei fortgeschrittener Erkrankung auch Herzkrankheiten und Geschwüre im Magen-Darm-Trakt. Weiterhin kommt gesteigerter Drogenkonsum vor.

Verzweiflung
Ein weiteres Symptom, das überwiegend im Endstadium des Burnout auftritt, ist die existenzielle Verzweiflung. Die Einstellung zum Leben ist überwiegend negativ und das Gefühl der Hilflosigkeit verdichtet sich zur totalen Sinnlosigkeit, die teilweise im Suizid endet.

Zusammenfassung
Fasst man die charakteristischen Merkmale dieses Syndromes zusammen, so ist insbesondere körperliche und emotionale Erschöpfung zu nennen, die durch anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie den Verlust der Fähigkeit, diese zu regenerieren, gekennzeichnet ist. Ebenso ist eine zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber Kollegen, Klienten und der eigenen Arbeit festzustellen. Burnout ist nicht nur ein persönliches Problem des Betroffenen, sondern gefährdet aufgrund seiner „ansteckenden“ Natur das berufliche Umfeld. Auch wenn sich die Prävalenz des Burnout-Syndroms noch nicht feststellen läßt, wird eine allgemeine Steigerung des Burnout-Risikos aufgrund sich verändernder Lebens- und Arbeitsbedingungen erwartet.

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Messung
Es gibt zwar viele Theorien zum Burnout, eine Menge Fragebögen und Checklisten zur Überprüfung, deren technische Qualität aber nur selten überprüft wurde.
Generell gibt es zwei anerkannte Methoden:

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Phasen des Burnout-Syndroms
Burnout ist immer als ein Prozess zu verstehen, den man in Phasen unterteilen kann.
Es gibt allerdings nicht den typischen Verlauf des Burnout. So wurden zahlreiche Phasentheorien entwickelt, unter anderem von Herbert Freudenberger, Lauderdale, Jerry Edelwich, Cristina Maslach, S. Hobfoll und Cary Cherniss.
Freudenberger und Lauderdale haben überwiegend Fälle aus der Wirtschaft betrachtet, während sich J. Edlewich, C. Maslach und C. Cherniss mit solchen aus helfenden Berufen befasst haben.

H. Freudenberger
Hier wird eine Entwicklung von einem empfindsamen zu einen empfindungslosen Stadium beschrieben.

Lauderdale
Lauderdale beschreibt einen Weg von der Verwirrung über die Frustration zur Verzweiflung:

J. Edelwich
Auch bei dieser Theorie wird ein Prozess über mehrere Phasen hinweg erläutert:

C. Maslach
Diese Theorie gliedert den Krankheitsablauf in folgende Phasen:

C. Cherniss
Cherniss zeigt folgende drei Phasen auf:

S. Hobfoll
Hobfoll beschreibt die Entwicklung von Ressourcenverlusten im Kontext der Burnout-Symptomatik nach Maslach, sagt aber keine Auftretensreihenfolge der drei Burnout-Komponenten vorher, sondern postuliert, dass die Existenz einer Komponente die Auftretenswahrscheinlichkeit der beiden anderen erhöht (Buchwald & Hobfoll, 2004).
Im Rahmen der Theorie der Ressourcenerhaltung sehen Hobfoll und Buchwald den Verlauf von Burnout als einen Prozess, bei dem bestehende Ressourcen durch eine permanente Arbeitsbelastung schneller aufgebraucht als ersetzt werden können.
Anfängliche Ressourcenverluste können in eine Spirale fortschreitender Verluste münden.
Verlustspiralen entstehen vor allem bei Menschen, denen es bereits in der Ausgangssituation an adäquaten Ressourcen mangelt.
Im Unterschied zu extremen Stressereignissen, bei denen man rasante Ressourcenverlustspiralen beobachten kann, findet bei Burnout ein eher langsames, aber stetiges Versiegen von multiplen Ressourcen statt. Dieses allmähliche, oft kaum merkliche Verrinnen der Ressourcen im Laufe des Arbeitsprozesses ist ein schleichender Prozess, der jedoch im Endeffekt der Wirkung von extremem Stress kaum nachsteht (Hobfoll, 1998).

Zusammenfassung
Die Phasen könnte man folgendermaßen zusammenfassen:

Diese Phasen lassen sich vor allem gut an den helfenden Berufen aufzeigen. Es wird mit großem Idealismus und guten Vorsätzen an eine Tätigkeit heran gegangen (Phase Enthusiasmus). Die Person merkt aber, dass sie durch ihr Handeln keine Fortschritte erzielt. Durch die Stagnation der Fortschritte kommt es zur Frustration. Es entwickelt sich ein Zynismus gegenüber dem Klientel. In der Phase der Apathie ist die berufliche Tätigkeit nur noch unter großen Anstrengungen auszuüben. Es fehlt den Betroffenden an Motivation sich neue Ziele zu stecken und häufig auch das Bewusstsein für ihre eigene Situation. In dieser Phase wirken die Betroffenen äußerst phlegmatisch und können sich selbst zu nichts mehr antreiben, weder beruflich noch privat. Hier sind auch erste körperliche Anzeichen von Erschöpfung sichtbar. Hält dieser Zustand länger an, spricht man vom Burnout-Syndrom.

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Ursachen
Die Ursachen für Burnout lassen sich v.a. im persönlichen, im sozial-, und organisationspsychologischen und im gesellschaftlichen Bereich finden.

Persönliche Ursachen
Folgende persönliche Aspekte begünstigen den Burnout:
* Neurotizismus: Eigenschaften wie Ängstlichkeit, mangelnde Selbstachtung, Neigung zu Irritationen, Sorgen und Depressionen, Neigung zu Zwanghaftigkeit, Schuldanfälligkeit und ein labiles Selbstwertgefühl sind bei Ausbrennern auffällig.
* Perfektionsstreben: Ausbrenner setzten sich oft zu hohe Ziele und haben Probleme, Kompromisse einzugehen. Das wirkt sich nachhaltig auf ihre Handlungsplanung und- bewertung aus.
* Helfersyndrom: Es wird versucht, dass Versagenserlebnisse und versagte Zuwendung in der Kindheit nun durch die eigene soziale Tätigkeit praktisch erkauft werden. Er gibt die Zuwendung, die er empfangen möchte. Personen mit dem Helfersyndrom versuchen, ihr labiles Selbstwertgefühl durch die Aufopferung an eine große Aufgabe und der damit verbundenen Dankbarkeit vieler Hilfsempfänger zu stabilisieren.
* besondere persönliche Defizite: Eine schlechte Ausbildung, die Mißerfolge provoziert und die Unfähigkeit, anderen Grenzen zu setzen, können den Burnout begünstigen.

Soziale und organisationspsychologische Ursachen
Folgende Ursachen für Burnout stehen besonders in Zusammenhang mit den Umweltfaktoren der Helfer: Ein Wechsel der Arbeitssituation, wie z.B. der Einstieg in den Beruf, ein Wechsel des Vorgesetzten, ein Wechsel der Arbeitsstelle oder ähnliches sind häufig Auslöser für das Burnout-Syndrom. Dabei ist ein guter Einführungsprozess vor allem bei Berufsanfängern als vorbeugende Maßnahme sehr wichtig. Die Arbeitsbelastung stellt eine weitere Einflussgröße dar. Eine konfliktreiche Rolle, die Unmöglichkeit, sich das Klientel auszusuchen, für den Betroffenen schwieriges Klientel, die zeitliche und organisatorische Unmöglichkeit, mit dem Klientel befriedigend zu arbeiten und zeitraubende sinnlose Verwaltungsarbeit fördern Burnout. Auch das Ausmaß der intellektuellen Anregung beeinflußt das Burnout-Risiko. Je mehr der Alltag von immer gleicher Routine ohne Herausforderungen bestimmt ist, desto höher ist das Burnout-Risiko. Weiterhin wird Burnout begünstigt durch zu sachlichen, zu einseitigen und zu unpersönlichen Kundenkontakt und durch mangelde Möglichkeiten des Helfers, sich selbst in die Arbeit einzubringen und eigene Entscheidungen zu treffen. Zudem fördert es Burnout, wenn die Ziele und Erfolgskriterien der Arbeit nicht klar definiert sind, wenn das Team nicht die gleichen Ziele verfolgt oder wenn der Helfer Ziele verfolgen muss, die gegen seine eigene Wertvorstellungen verstoßen. Außerdem wird Burnout durch „schlechten“ Kontakt zum Vorgesetzten begünstigt, wenn Betroffene beispielsweise zu wenig Rückmeldung, Lob und Anerkennung bekommen. Auch zu starke Kontrolle und schlechtes Arbeitsklima steigern die Burnout-Gefahr. Auch im Kontakt mit Kollegen kann Burnout mitverursacht werden, wenn der Betroffene Gleichgültigkeit erfährt, keinen Rat und Unterstützung erhält und ihm keine emotionale und strategische Rückendeckung gegeben wird. Ein weiterer Faktor sind die „professional mystiques“: Durch Ausbildung und Massenmedien werden falsche Bilder vermittelt wie beispielsweise, dass der Berufsstatus bereits Kompetenz garantiere und diese wiederum hohe Erfolgsraten, dass Klienten grundsätzlich kooperativ und dankbar, Kollegen hilfsbereit und solidarisch seien. Weitere wichtige Umweltfaktoren sind private Probleme in Familie oder Partnerschaft, Einsamkeit oder ein schwaches soziales Umfeld. In großen Organisationen kommen dazu noch spezielle Faktoren wie z.B. zu wenig Autonomie und eigene Entscheidungsfreiheit in der Arbeit sowie Rollenambiguität und -konflikte. Hier ist die Gefahr größer, dass mehrere Menschen die gleichen Aufgaben erledigen, dass Unübersichtlichkeit herrscht und dass der Einzelne Aufgaben übernehmen muss, für die er nicht ausgebildet ist.
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Gesellschaftliche Ursachen
Auch in gesellschaftlichen Zuständen und Veränderungen lassen sich Ursachen für den Burnout finden:
* Der Zerfall familiärer und kommunitärer Bindungen bewirkt wachsende Anonymität und Unpersönlichkeit. So wird eine narzißtische, selbstbezogene Charakterstruktur mit Angst vor Abhängigkeit, innerlicher Leere und Problemen bei tiefen persönlichen Bindungen gefördert. Dadurch wird die Arbeit umso höher als Befriedigungsquelle mit Erwartungen besetzt. Dies hat zur Folge, dass die Menschen nicht mehr bereit sind, Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, die nicht optimal sind und sie nicht optimal befriedigen.
* Eine weitere Ursache liegt im Wertewandel, insbesondere in der Einstellung zur Religion. Religion, die früher größeren Einfluß hatte und die Wechselfälle des Lebens oft eher als göttliche Fügung dargestellt hat, verliert ihre Bedeutung. Individuelle menschliche Entscheidungen haben heute Vorrang vor dem Einfluß höherer Mächte, was Unzufriedenheit und damit Burnout fördert.
* Darüber hinaus wird durch die Verschlechterung der Wirtschaftslage Arbeitslosigkeit immer mehr zum Problem. Menschen in helfenden Berufen bleiben aus Angst vor Arbeitslosigkeit eher an Stellen mit schlechten Arbeitsbedingungen, was sie unzufrieden macht und das „Ausbrennen“ erleichtert.
* Durch die unsichere Marktlage, in der der einzelne keine sichere Lebensplanung mehr durchführen kann, ist der Mensch stark verunsichert. Wachsende Komplexität aller Prozesse des modernen Lebens sorgen tendenziell für Autonomieeinbußen und Stress, da der Mensch immer mehr auf Maschinen und Spezialisten angewiesen ist. Der Mensch wird mehr auf bestimmte Rollen festgelegt, kann nur noch Teilbereiche des Lebens bestimmen und bewältigen und ist oft damit überfordert.
* Durch die Spezialisierung innerhalb der helfenden Berufe werden gesellschaftlich hohe Erwartungen an helfende Berufe gestellt, es werden zunehmend bürokratische Kontrollsysteme eingeführt, die an Hand irrelevanter Erfolgskriterien sinnvolle Arbeit und das Erreichen selbst bescheidener Erfolge erschwert.

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Behandlung / Therapie

Patienten mit Burnout Syndrom müssen durch professionelle psychotherapeutische Begleitung unterstützt werden.

In den früheren Anfangsphasen können teilweise noch ausgedehnte Erholung, z.B. in Form einer Kur oder ein Arbeitsplatzwechsel - in Kombination mit professioneller psychotherapeutischer Begleitung - ausreichend Hilfe leisten.

Im fortgeschrittenerem Stadium vergeht ein Burnout Syndrom nicht "einfach" wieder!!

Betroffene werden in einer gezielten Psychotherapie behandelt, die die Regeneration fördert, und dabei helfen soll, die eigene Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen und zukünftige Leistungsanforderungen realistischer zu stellen, damit künftige Überforderungen verringert werden.

Die Therapieplanung richtet sich fortgeschrittenen Erkrankungsstadium hauptsächlich nach dem Schweregrad und der Symptomatik.

Die Behandlung / Therapie muss möglichst auf verschiedenen Ebenen einsetzen.
Zu bevorzugen ist - anstelle eines eindimensionalen Ansatzes (wie z.B. nur medikamentöse Therapie, nur verhaltenstherapeutische Interventionen, etc.) - ein integrativer Ansatz mit Interventionsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Säulen der Identität, wie z.B. (je nach Bedarf, Symptomatik und Ausprägungen)

Das Ziel der therapeutischen Arbeit in der Behandlung des Burnout besteht – so könnte man etwas verkürzend zusammenfassen – darin, die intrapsychischen, interpsychischen und die sozialen Teufelskreise durch Reflexion, Selbstwahrnehmung und behutsame Aktivierung (allenfalls in allen 5 Säulen der Identität) aufzulösen, und das Selbstregulations-System wieder in ein gesundes "blubbern" zu bringen.

In der anschliessenden Rekonvaleszenzzeit und nach Abklingen der Symptomatik gewinnen dann prophylaktische Massnahmen an Bedeutung.

Gerade der Übergang zwischen Erkrankung mit allfälliger Arbeitsunfähigkeit und dem Wiedereinstieg in die Arbeit ist sehr heikel und gefahrvoll.
Gerade diese Phase sollte behutsam, liebevoll und klar therapeutisch begleitet werden, um die Rückkehr in die "alten Muster" zu verhindern, sowie die Nachhaltigkeit der Therapie zu verbessern und abzusichern.

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Präventive Maßnahmen

Generell kann sowohl der oder die individuell Betroffene, das Team wie auch die Institution durch verschiedene Massnahmen dem Burnout vorbeugen.

Individuelle Vorbeugungsmassnahmen:
Für Burnout-Gefährdete ist es sehr wichtig, sich selbst Zeit und Raum zum Ausruhen und Regenerieren sowie für Ausgleichsmöglichkeiten wie Sport, Musik oder andere Hobbys zu geben.
Zudem ist es wichtig die notwendige Distanz zur Arbeit zu behalten oder zu schaffen um ihr aus einem neuen Blickwinkel zu begegnen und mögliche unrealistische Vorstellungen zu korrigieren.

Vorbeugungs- und Entlastungsmöglichkeiten im Team:
Auch das Team ist für realistische Arbeitspläne und -umsetzungen mitverantwortlich.
Hier Könnten dem einzelnen wenn möglich an seine Fähigkeiten angepasste begrenzte und realistische Aufgaben zugeteilt werden.
Zudem sollte das Team im Idealfall auch ein Raum für Austausch, Feedback und gegenseitige Begleitung sein.

Vorbeugungsangebote der Institution:
Institutionen können bei ihren Mitarbeitern Überbelastungen und dem Burnout vorbeugen, indem sie Raum für Reflexion geben, z.B. in Form von Supervisionen, Coaching, Teamsitzungen, etc.

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(Textgrundlage siehe: WIKIPEDIA)

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Links:

de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Krankheitsbilder/Burnout_Syndrom.php

www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/burnout.htm

burnout.rainbownet.ch

www.onmeda.de/krankheiten/burnout_syndrom.html

www.erf.ch/docs/b22489eab8b79e9efaa22f11e91efb4e/burn-out-am-ende-der-kraft.pdf

www.depri.ch/index2.php?name=EZCMS&menu=1104&page_id=90

www.poolalarm.de/gesundheit/

www.aeskulap.com/index.php?option=com_content&task=view&id=29&Itemid=55

www.unipublic.unizh.ch/magazin/gesundheit/2005/1915.html

www.palverlag.de/Burnout.html

www.hotfrog.ch/Produkte/Burnout-Syndrom

www.weltbild.ch/suche.php?WEA=2220694&mode=suchesw&suche=Burn-Out-Syndrom

www.das-manager-burnout-syndrom.de/

www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/SeitenDVD/Konzepte/L50/L5078.htm

www.2wbuero.ch/xml_1/internet/de/file/xmlsafe/news/page/detail44.cfm

www.meduniqa.at/254.0.html

www.das-burnout-syndrom.de/

www.mobbing-web.de/html/burnout-syndrom_mobbing.html

www.seminare.ch/weiterbildung/kurs.asp?kid=258764

www.psychiatriegespraech.de/psychische_krankheiten/burnout/burnout_therapie.php

Literatur

                 
               
         
                 
                 
                 
                 
                 
                 
                 
                 

 

* Christina Maslach und Michael P. Leiter: Die Wahrheit über Burnout: Stress am Arbeitsplatz und was Sie dagegen tun können. Springer 2001. ISBN 3-211-83572-5
* Eckhart H. Müller: Ausgebrannt - Wege aus der Burnout-Krise. 9. Aufl. Herder 2003. ISBN 3-451-04996-1
* Matthias Burisch: Das Burnout Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung. Springer 1989. ISBN 3-540-51226-8
* Traugott Schall: Erschöpft - müde - ausgebrannt. Überforderung und Resignation: vermeiden - vermindern - heilen. Würzburg 1993. ISBN 3-429-01487-5
* Anne-Rose Barth: Burnout bei Lehrern. Hogrefe 1997. ISBN 3-8017-1104-8
* Hillert, A. & Schmitz, E. (Hrsg.): Psychosomatische Erkrankungen bei Lehrerinnen und Lehrern. Ursachen, Folgen, Lösungen. Stuttgart: Schattauer, 2004, ISBN 3-7945-2259-1

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Burn-out aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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