Dossier KRANKENKASSEN
Jede dritte Krankenkasse geht mit Discount­prämien auf Kundenfang. Das verstösst gegen das Solidaritätsprinzip
 
 
CARENA - Krankenkasse
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Jede dritte Krankenkasse geht mit Discount­Prämien auf Kundenfang. Das verstösst gegen das Solidaritätsprinzip !
Wer hats erfunden? Der Walliser Pierre-Marcel Revaz (55), Präsident der Groupe Mutuel mit 836000 Grundversicherten. Unter dem Dach dieses Vereins integ-rierte er eine Krankenkasse nach der anderen. Im nächsten Jahr kommt bereits die 15. dazu, der Kranken- und Unfallversicherungsverein St. Moritz mit 2800 Grundversicherten. Dies bestätigt Thomas Grichting (44), Generalsekretär der Groupe Mutuel.

Revaz hat der Branche vorgemacht, wie ein Billigkassensystem funktioniert: In jedem Kanton bietet eine seiner 15 Kassen eine Tiefstprämie in der Grundversicherung an. Damit lockt Revaz attraktive Kunden an. Diese «guten Risiken», wie es im Branchenjargon heisst, sind vor allem eines: gesund. Sie gehen selten zum Arzt und verursachen kaum Kosten.

Mit diesem simplen Trick hat Revaz den Branchenleadern jahrelang Kunden abgejagt. Treu blieben diesen hingegen ältere und meist kränkere Kunden. Weil sie oft hohe Kosten verursachen, steigen auch die Prämien entsprechend an. Mittlerweile drehen die Verlierer den Spiess um. Immer neue Versicherer gehen mit Discountkassen auf die Jagd nach «guten Risiken». Das will die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Ständerats nun unterbinden. Die SGK nahm eine Motion des Schwyzer Ständerats Bruno Frick (55) an.

Dieses Rosinenpicken verstösst gegen den Solidaritätsgedanken des Krankenversicherungsgesetzes (KVG).
Denn das KVG sieht vor, dass Kassen allen Kunden einer Region dieselbe Prämie verrechnen, egal, ob sie jung oder alt, gesund oder krank sind.

Frick hingegen verlangt, dass ein Versicherer nur noch eine Prämie pro Region stellen darf.
Der CVP-Politiker kritisiert, dass nur eine Minderheit von den günstigen Prämien profitiere: «70 Prozent der Versicherten zahlen zu hohe Krankenkassenprämien in der Grundversicherung.»

In der Tat gehören heute 35 von 89 Grundversicherern zu Kassenkonglomeraten:

• Helsana (1340000 Grundversicherte*). Der Zürcher Konzern verfügt über sieben Anbieter, davon vier Neugründungen. Gemäss den bereits beim Internet-Vergleichsdienst comparis.ch aufgeschalteten provisorischen Prämien bieten 2009 die Avanex und die Sansan meist die günstigsten an.

• CSS (1347000 Grundversicherte). Die Luzerner Gruppe übernahm die Intras. Daneben geht sie mit der Arcosana und der Auxilia auf Kundenfang.

• Visana (441000 Grundversicherte). Die Berner gründeten die Billigkassen Sana24 und Vivacare. Ab 2009 sind sie wieder in der ganzen Schweiz tätig. Vor zehn Jahren hatten sie sich aus finanziellen Erwägungen aus acht Kantonen zurückgezogen.

• Sanitas (619000 Grundversicherte) gehört seit 2006 die Winterthurer Wincare.

• Sympany (169000 Grundversicherte). Die einstige ÖKK Basel integrierte den Gewerkschaftsversicherer KK 57 und geht nun auch mit zwei Kassen auf Kundenfang.

• Innova (43000 Grundversicherte) nahm die Krankenkasse des Saastals unter ihre Fittiche. Unter dem neuen Namen Innova Wallis bietet sie in der Deutschschweiz teilweise günstigere Prämien als ihre Muttergesellschaft. ??

* Versichertenzahlen 2007

Quelle und Zitate: Sonntagsblick

Links:
Neue Billigkassen am Start..., ...obwohl Ständerat Verbot will (Sonntagsblick / 20080831)


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